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Herkunft der Daten für 2004Alle Zahlen sind im Internet zu finden, das verlangt aber etwas suchen und rechnen.Verwendet habe ich: Monatsberichte Mai 2005 der Bundesbank (BB): www.bundesbank.de, und des Bundesministeriums für Finanzen (BMfF): www.bundesfinanzministerium.de und Veröffentlichungen des Bundesamts für Statistik (Stat): www.destatis.de Zu den einzelnen Angaben: (alle Werte auf Milliarden Euro gerundet)Brutto-Inlands-Produkt (BIP): 2207 Mrd. Euro (alle drei Quellen)Einnahmen aus unternehmerischer Tätigkeit und aus Vermögen: 502 Mrd.Euro (alle drei Quellen) Gesamte Steuereinnahmen des Staates (ohne Gemeindesteuern): 410 Mrd. Euro (BMfF) dazu Gemeindesteuern 2003: 34,5 Mrd.Euro (BMfF), entsprechend der Tendenz geschätzt auf 36 Mrd Euro für 2004 Bruttolöhne und -gehälter: 912 Mrd. Euro (alle drei Quellen) Lohnsteuer: 124 Mrd. Euro (BMfF) Nettolöhne und -gehälter: 601 Mrd. Euro (alle drei Quellen) daraus ergeben sich die "Arbeitnehmer"-Sozialbeiträge: 187 Mrd. Euro (912-124-601=187) Sozialbeiträge gesamt: 397 Mrd. Euro (BB) daraus ergeben sich die "Arbeitgeber"-Sozialbeiträge: 210 Mrd. Euro (397-187=210) Kapitalertrags- und veranlagte Einkommensteuer: 22 Mrd. Euro (BMfF) Gesamte Sozialleistungen: 589 Mrd. Euro (BB) Sozialleistungen aus Steuermitteln (Gesamt -Beiträge): 192 Mrd Euro (589-397=192) direkte Unternehmenssteuern (Körperschafts-, Gewerbesteuer u.a.): 58 Mrd. Euro (BMfF) Zinszahlungen der öffentlichen Haushalte: 64 Mrd. Euro (BB) Zinszahlungen für Kredite von Privatpersonen: 84 Mrd. Euro (BB und viel rechnen: dort findet man Kreditsummen und durchschnittliche Zinssätze je nach Kreditlaufzeit - das muss wieder als gewichteter Mittelwert zusammengefasst werden) Ich habe dabei frecherweise angenommen, dass diese 84 Milliarden zu gleichen Teilen von Kapitaleignern, Arbeitenden und Sozialgeld-Beziehern gezahlt werden. Das sind alle direkten Zahlungen. Mit dem Geld, das jeder jetzt hat, geht man einkaufen. Dabei zahlt man entsprechend seinem Anteil die indirekten Zinsen und Steuern. 354 Mrd. Euro Zinsen und Gewinne werden von den Unternehmern an die Kapitaleigner gezahlt. (502-84-64=354) Das zahlen natürlich wir Verbraucher über die Preise, ebenso indirekte Steuern: 242 Mrd. Euro (BMfF - Aufteilung nach Steuerarten, Summe bilden) |
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Tabelle 1
Verteilung nach den direkten Zahlungen, | ||||
| Kapital | Arbeit | Staat | Sozial | Summe |
| 354(*)+64+84 -22-28 |
2207 -124-58-187-210-28 |
242(*)+124+58+22 -64-192 |
397+192 -28 |
2803=2207+242(*)+354(*) |
| 452 | 1600 | 190 | 561 | 2803=2207+242(*)+354(*) |
Tabelle 2 minus Anteile an den indirekten Steuern und Zinsen = Netto-Anteile am geschaffenen Reichtum (BIP) | ||||
| Anteile an den indirekten Steuern | ||||
| 452*242/2803 =39 |
1600*242/2803 =138 |
190*242/2803 =16 |
561*242/2803 =49 |
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| Anteile an den Unternehmer-Zinsen und Gewinnen | ||||
| 452*354/2803 =57 |
1600*354/2803 =202 |
190*354/2803 =24 |
561*354/2803 =71 |
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| 356 | 1260 | 150 | 441 | 2207 |
| 16% | 57% | 7% | 20% | 100% |
ErgebnisseEtwa 39 Millionen Erwerbstätige schaffen alle Werte!Dafür erhalten sie 57% des "Kuchens", von diesen Einkommen leben aber auch noch etwa 8 Millionen Kinder und weitere Personen (z.B. Ehepartner, die nicht berufstätig sind), insgesamt fast 70% der Bevölkerung. 15 Millionen Rentner und 5 Millionen offiziell Arbeitslose und noch einmal 3 bis 4 Millionen inoffiziell Arbeitslose (fast 30% der Bevölkerrung) erhalten Mittel aus den Sozialkassen, in die sie in der Regel vorher jahrelang eingezahlt haben. (20% des "Kuchens"). (Bevölkerungsanteile siehe Bundesamt für Statistik) 7% des "Kuchens" hat der Staat zur Verfügung, um damit unter anderem Forschung und Bildung und Entwicklungshilfe und Polizei und Abgeordnete und Verwaltung zu finanzieren. Dass damit auch noch Geheimdienste, Kriege, Autobahnen und so weiter bezahlt werden, ist nicht schön, aber hier nicht so wesentlich. Wer jetzt mitgerechnet hat, stellt fest, das fast 100% der Menschen nur 84% des Kuchens haben. |
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Die restlichen 16% erhalten einige wenige Leute dafür, dass sie schon viel Geld haben und es - weil sie so viel gar nicht verbrauchen können - verleihen, investieren, anlegen. Diese Leute sind nicht bedürftig, sie haben auch Zeit und Arbeitskraft, die sie nutzen, um die Politik in ihrem Sinne zu gestalten. Auch der Markteinfluss spielt hier eine Rolle: Die Geldbesitzer haben mehr als doppelt so viel Marktmacht wie der Staat. Wer beherrscht die Bundesrepublik? Und zu guter Letzt noch eine "Hoffnung": Die Geldeigentümer legen ihr Geld am liebsten dort an, wo es die meiste Rendite bringt. Und damit wächst ihr Vermögen wie beim Zinseszins zunehmend schneller. Das hat Grenzen:Wann sind wir alle pleite? | |
© Bernd Sumpf 8/2005 |