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Initiative fr eine neue Wirtschaftsordnung
fand ich auch diese Abbildung. Alles meckert über Steuern, dabei ist die versteckte Zinsbelastung in den Preisen sogar höher als die Verbrauchssteuern! Und diejenigen, die das kassieren, zahlen keine Sozialabgaben dafür. Und wenn man dann daran denkt, dass die Zinsabschlagssteuer nur noch 25% beträgt, also diese Kapitaleinkommen nicht mal mit dem Einkommen-Steuer-Höchstsatz erwischt werden ... Sehr gut passt dazu auch ein Artikel im Managermagazin Anfang August 2005 (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,368275,00.html - absichtlich kein Link!), in dem eine allgemeine Kapitalertragssatz von pauschal 25% gefordert wird, während die Lohnsteuern steigen dürfen ... | |
![]() Noch eine kleine Rechnerei: Wenn sich die Geldvermögen in zehn Jahren fast verdoppelt haben (+99%), beträgt der Zuwachs von Jahr zu Jahr 7,12%. (Zinseszins-Prinzip, daher nicht 9,9%!) Setzen wir diese Entwicklung fort, stiegen die Geldvermögen im Jahr 2002 auf 6596,45 Milliarden Euro, Zuwachs über 438 Milliarden in diesem einen Jahr! Das übersteigt den Zuwachs des Brutto-Inlands-Produktes schon sehr deutlich. Auf wessen Kosten? Auch das zeigt die Grafik - der obere Balken. | Ebenfalls von dieser Webseite stammt das zweite Bild. Wenn in absehbarer Zeit der absolute Zuwachs der Geldvermögen den Zuwachs der Wertschöpfung übersteigt, ist dieser Zuwachs nur noch durch Umverteilung erreichbar. Von 1998 bis 2004 stiegen die Vermögen der reichsten 10% der deutschen Haushalte um 400 Milliarden Euro. Nun schaue man sich mal das Brutto-Inlands-produkt an: 1998 : 1965,38 Milliarden Euro 1999 : 2012,00 Milliarden Euro 2000 : 2062,50 Milliarden Euro 2001 : 2113,56 Milliarden Euro 2002 : 2148,81 Milliarden Euro 2003 : 2164,87 Milliarden Euro 2004 : 2207,24 Milliarden Euro Der Zuwachs gegenber 1998 betrug also 46,62 + 97,12 + 148,18 + 183,43 + 199,49 + 241,86 =916,70 (Milliarden Euro) Fast die H�fte des Gesamtzuwachses (43,6%) gingen also auf die Konten der reichsten 10%. Dummerweise sind damit nur die Geldvermögen erfasst. Dass auch andere Vermögenswerte angehäuft wurden, steht wohl außer Frage. Wann sind wir alle pleite? | |
© Bernd Sumpf 8/2005 (bis auf die Abbildungen) |